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Eines von vielen Arno-Schmidt-Zitaten, die mir bei der ersten Lektüre in ihrer Wucht nicht klar waren: „(tz; naja, Wir tanzn Alle unter wunderlichn Gebärdn den TodesWeg hinunter.)“. Man muss ein wenig älter werden, um das zu verstehen. Da tun sich Abgründe auf, die als schwärenden Wunde (Parzival!) bleiben.Schmidts Spätwerk ist auch in dieser Beziehung sehr groß: Es gibt keine Tröstung. (Ich glaube, ich bin sehr weit davon entfernt zu verstehen, was (nein, nicht: wer: das ist banal) AS war.)

Oh, die berühmte Anzeige ist vermutlich gar nicht echt, schreibt die Wikipedia. Und ich hab mich schon gewundert, warum ich keinen Scan der Originalanzeige finde. Egal: "When the legend becomes fact, print the legend." :-)
de.wikipedia.org/wiki/Enduranc

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Dass Apple für die "Watch Ultra"-Werbung die berühmte Shackelton-Anzeige hergenommen, fand ich ja schon eher - hm, übergriffig bzw. respektlos:

"Men wanted for hazardous journey, small wages, bitter cold, long months of complete darkness, constant danger, safe return doubtful, honour and recognition in case of success.

Ernest Shackleton 4 Burlington st."

Das wollte ich eigentlich sofort posten, hab es aber dann natürlich vergessen. Aber dann jetzt - das wunderschöne September-Blatt meines Ror-Wolf-Kalenders:

Ich hab jetzt 20 Minuten von "Die Ringe der Macht" gesehen - fürchterlich. "Nothing is evil in the beginning": Wir sehen spielende Kinder, deren größter Spaß es ist, das Spielzeug anderer Kinder kaputt zu machen. Nothing evil. Klar doch. Und so geht das weiter, pathetisches Gebrabbel, das sofort vergisst, was es gesagt hat.

„Hallo Frau und Herr

Ich bin hier, um meine sehr seriösen und zuverlässigen Kreditangebote zu teilen.“ Klingt plausibel.

Manchmal fangen Schnappschüsse Momente ein. Den hier zB. Das Kind ist imho anonym genug, dass ich das posten kann. Die Eltern waren begeistert, ich find das ja eher ambivalent.

Ich würde ja wirklich gern gelegentlich „Verrückte Geschichte“ (beta.birdsite.live/users/drgui) boosten. Aber das geht nicht, da das auf Mastodon nur ein Twitter-Alias oder so ist, der nicht geboostet werden kann. Das ist schon etwas frustrierend. Da hab ich dann auch keine Lust, die Postings zu kommentieren. Wenn man sich auf eine Plattform einlässt, dann doch bitte richtig und nicht über schlampige XPostings.

Es ist einfach unglaublich, mit welchen Horror-Bildern 1960 geworben wurde (ah, das sind Sachen, die mich echt ärgern - die haben meine Kindheit vergiftet)
mastodon.social/@die_reklame/1

Das Interview fand ich angenehm unaufgeregt und lesenswert. Und Balzers Buch „Die Ethik der Appropriation“ setz ich ich mal auf meine stetig wachsende Leseliste berliner-zeitung.de/kultur-ver

Übrigens: Finger weg von speziellen Folien und Schützhüllen, die die Strahlenbelastung bei der Handy-Nutzung senken sollen. Die bewirken genau das Gegenteil. Weil sich Mobilfunknetz und Smartphone immer auf die niedrigste Sendeleistung einigen, die für eine gute Übertragung nötig ist, erhöht das Smartphone mit Schutzhülle einfach so lange den Pegel, bis der gute Empfang wieder hergestellt ist. Das bedeutet: Die Leistung wird erhöht und die Strahlung nimmt zu. Besser: Öfter mal Flugmodus + WLAN.

Mist, jetzt hab ich die Gelegenheit verpasst, den Wirbel um Winnetou zur Werbung für "Dr. May erklärt die Welt. Eines vielgereisten Mannes Lebensweisheiten & Ratschläge für alle Lebenslagen" zu nutzen. Schieb ich den Link halt anlasslos hinterher: dr-may-erklaert-die-welt.de

Bei der Gelegenheit: hier gibt es die Mitschnitte der Parlamentsdebatten 1931-33 - Der Reichstag vor Hitler. Ein Zeugnis, wie eine Demokratie stirbt. swr.de/swr2/wissen/archivradio

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Wer Karl May vorwirft, er habe über Dinge geschrieben, die er nicht kenne, der irrt: Alle Texte sind Ich-Suche, alles dreht sich um die Frage, wie aus einem Leben, das nur in schmerzhaften Fragmente erfahrbar ist, so etwas wie "Ich" werden kann. Er schreibt, in welchen Kostümen, Klischees & Genreregeln auch immer gefangen, nur über ein einziges Thema: Sich selbst. Alles, was er produzierte, sollte die eine zentrale Frage beantworten: Wer bin ich? (Und genau da liegt wohl ihr adoslezenter Reiz.)

Sehr lesenswert: „Der erfundene Shitstorm: Chronologie eines Medienversagens“ scompler.com/winnetou/

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